Trauerbegleitung

Ein nahestehender Mensch stirbt und die Welt scheint sich nicht mehr zu drehen. Wie soll es weitergehen ohne sie oder ihn? Trauerwege können mühsam, schwierig und steinig sein. Trauerwunden heilen zuweilen nur sehr langsam. Insbesondere bei Hinterbliebenen, die plötzlich und unverhofft mit erschreckenden, unsagbar schmerzhaften Gegebenheiten konfrontiert sind. Wenn ein Trauernder das wünscht, kann die Trauerbegleitung von Beginn des Trauerprozesses an unterstützend sein. Meist wird sie jedoch erst dann angefragt, wenn erschwerende Umständen die Alltagsgestaltung auch Monate und Jahre nach dem Tod prägen z.B. durch Schlafstörungen, kreisende Gedanken und andauernde Hoffnungslosigkeit. Ärzte, und Psychotherapeuten lernen in ihrer Berufsausbildung relativ wenig über Trauer. Sie sind somit nicht automatisch die besten Ansprechpartner für Trauernde.

Es bedarf einer fachlich qualifizierten Begleitung.

Orientierung finden

Sterben gehört zum Leben. Aber den Tod eines geliebten Menschen zu verkraften gehört zu den schwersten Aufgaben in unserem Leben. Jeder Mensch trauert anders. Den eigenen Weg der Trauer zu finden und zu gehen, ist für alle diejenigen, die einen lieben Menschen verloren haben, sehr wichtig.
Nach dem Tod eines geliebten Menschen ist es gut und heilsam, den Verlustschmerz zuzulassen. Ohne falsche Rücksicht auf die Erwartungen des Umfeldes, das sich mit der Trauer oft überfordert, sprach- und hilflos fühlt. Trauer braucht seine Zeit, ist ein intensiver, langer Prozess des Loslassens. Die heilsame Kraft der Trauer entfaltet sich auf dem Boden von menschlicher Wärme und wechselseitigem Mitgefühl. Neben der emotionalen Verarbeitung der Gefühle wie Sehnsucht, Traurigkeit, Verzweiflung, aber auch Wut, manchmal sogar Erleichterung, gehört vor allem die Orientierung auf das Leben ohne den Verstorbenen zu den wichtigsten Aufgaben trauernder Personen.

„Trost gibt der Himmel. Von den Menschen erwartet man Beistand.“ -Carl-Ludwig Böhme

Trauernden begegnen

Es ist mir ein Herzensanliegen, Sie auf Ihrem Weg durch die Trauer zu begleiten. Ich biete Ihnen einen sicheren, geschützten Rahmen für Gespräche, zum Wahrnehmen Ihrer Gefühle, für Abschiedsrituale und individuelle Ausdrucksformen Ihrer Trauer.

Mein Angebot ist für alle Menschen gedacht in Abschiedssituationen: für solche, die trauern, weil sie gerade einen Menschen verloren haben, und auch für solche, bei denen es schon länger her ist.

Trauern ist ein langer Prozess, der sich in Wellenbewegungen vollzieht. Ich lade Sie dazu ein, sich auf diese Erfahrung einzulassen. Es gibt kein fertiges Modell, keine endgültigen Antworten, aber viele Anregungen. Dafür stehe ich Ihnen gerne, mit Rat und Tat, verständnisvoll, behutsam und herzlich zugewandt zur Seite.

„Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns nur mit dem Unbegreiflichen zu leben.“

Erlesene Zitate und Sprüche

  • Jean Paul
    „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“
    Jean Paul
  • Arthur Schopenhauer
    „Ich glaube, daß wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Lichte stehn, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.“
    Arthur Schopenhauer
  • Joseph von Eichendorff
    „Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande als flöge sie nach Haus...“
    Joseph von Eichendorff
  • Mahatma Gandhi
    „Wer einen Fluß überquert muß die eine Seite verlassen.“
    Mahatma Gandhi
  • Rabindranath Tagore
    „Ich kam an deine Küste als ein Fremdling, ich wohnte in deinem Hause als ein Gast, ich verlasse deine Schwelle als ein Freund, meine Erde.“
    Rabindranath Tagore
  • Hermann Hesse
    „…Spiel dein Spiel und wehr dich nicht. Lass es still geschehen. Lass vom Winde, der dich bricht dich nach Hause wehen.“
    Hermann Hesse
  • Leo Tolstoi
    „Der Tropfen, der ins Meer fällt, wird zum Meer; und die Seele, die sich mit Gott vereint, wird zu Gott.“
    Leo Tolstoi
  • Friedrich von Schiller
    „Was man nicht aufgibt, hat man nicht verloren.“
    Friedrich von Schiller
  • „Von der Erde gegangen. Im Herzen geblieben.“
  • „Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit der Stille, eine Zeit des Schmerzes und der Trauer, aber auch eine Zeit der dankbaren Erinnerung.“
  • Hermann Hesse
    „Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man lange getragen hat, das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache.“
    Hermann Hesse